Aktuelles & Lesetipps

 

MEDIENFLOHMARKT IN DER MEDIOTHEK - Wir haben aussortiert!

Viele Bücher, Musik-CDs und Hörbücher müssen unser Haus wieder verlassen und sind auf der Suche nach einem neuen Besitzer.

Sind sie auf der Suche nach Zerstreuung, vielleicht für den Urlaub, dann adoptieren sie doch eines (oder auch mehrere) dieser Medien.

Auch für Kinder sind viele Bücher dabei.

Wir, die Mitarbeiter der Mediothek, würden uns freuen, wenn viele Titel ein neues Zuhause fänden.

Kommen Sie einfach mal vorbei und stöbern in unserem Medientisch, bestimmt finden auch Sie das eine oder andere Buch für entspannte Lesestunden.

Die Medien sind kostenlos, wer unser Sparschwein füttern möchte, darf das gerne tun.

Neue Hörbücher

Auch wir haben etwas ausgeliehen; Hörbücher aus der Stadtbücherei Weikersheim. Damit wir unseren zahlreichen kleinen und großen Hörbuchfans

viele neue Hörbücher bieten können, haben wir über 40 Hörbücher für eine begrenzte Zeit von Weikersheim bekommen. Die CDs können gerne mitgenommen werden. Im Gegenzug gibt es in Weikersheim nun DVDs aus unserem Bestand.

Geschenkgutscheine aus der Mediothek

Sie suchen nach einem kleinen Geschenk?

Dann verschenken Sie doch einen Jahresmitgliedschaft der Städt. Mediothek! Für 10,00€ können Sie einem lieben Menschen eine Freude machen...

Lesetipps

Ein halbes Jahr lang hat uns hier Fr. Dr. Pohl-Umlauf mit ihren wunderbaren Lesetipps auf die literarische Spur bekannter und unbekannterer Autoren geschickt.
Fr. Dr. Pohl-Umlauf erlag Anfang des Jahres ihrer schweren Krankheit. Wir möchten Ihrer Familie unser Mitgefühl aussprechen  und  trauen um eine fachkundige Beraterin.
Hier finden Sie die letzten Lesetipps von Fr. Dr. Pohl-Umlauf
Émile Zola:
Das Paradies der Damen
Sie möchten wissen, wie unsere Wirtschaft funktioniert, was Mobbing ist, mit welchen Tricks Marketing arbeitet, und Sie möchten eine Liebesgeschichte mit Happy End lesen? Dann empfehle ich Ihnen Emile Zolas »Das Paradies der Damen«. In den 80er-Jahren des 19. Jahrhunderts kommt Denise, eine junge Frau, nach Paris. Schnell findet sie eine Stellung als Verkäuferin im neu eröffneten Kaufhaus Les Magasins du Louvre, Vorläufer der berühmten Galeries Lafayette. Als die Saison vorbei ist, braucht man sie nicht mehr. Sie wird entlassen. Eine neue Stellung findet sie nicht, denn die kleinen Geschäfte in der Umgebung der großen Konkurrenz können sich kaum noch über Wasser halten. Aber im Herbst erhält sie eine neue Chance und Denise weiß, es ist ihre letzte. Rücksicht auf die Kolleginnen kann sie nicht mehr nehmen und zielstrebig arbeitet sie sich nach oben, denn sie hat Stil, Geschmack, kann verkaufen und präsentieren. Ein Roman des 19. Jahrhunderts, der spannend, vergnüglich, lehrreich, von brisanter Aktualität ist, ein Roman, der immer zu meinen Lieblingsbüchern gehören wird.  
Jostein Gaarder:
Das Weihnachtsgeheimnis
Als Joachim einen Tag vor dem 1. Dezember beschliesst, dass er doch noch nicht zu alt ist für einen Adventskalender, sind in der Stadt die Adventskalender ausverkauft. Nur in einer kleinen, verstaubten Buchhandlung findet sich noch ein Kalender, der aussieht als ob er dort schon 40Jahre rumliegt. Der Kalender erinnert Joachims Eltern an ihre Kindheit und Joachim ist gespannt, was sich hinter dem ersten Türchen verbirgt.
Als er am 1. Dezember das erste Türchen öffnet, fällt ein eng gefalteter, beschriebener Zettel heraus. Auf dem Zettel wird vom Verschwinden eines kleinen Mädchens erzählt. Elisabet langweilt sich im lauten Kaufhaus, wo die Mutter alle Weihnachtsgeschenke einkaufen will, als plötzlich ein Stoffschaf zum Leben erwacht und aus dem Kaufhaus flieht. Elisabet muss dem Schaf folgen. Und als sie es im Wald einholt, begegnen sie dem Engel Efiriel, der sie mitnimmt durch Raum und Zeit, bis sie am 24. Dezember zu Christi Geburt in Bethlehem eintreffen.
Eine wunderschöne Geschichte in 24 Kapiteln zum Vorlesen für die ganze Familie oder zum Selberlesen. Aber bitte nur jeden Tag eine Geschichte.
  
Roland Silzle Dieter Ziegler-Naerum:
Brotgeschichten aus Hohenlohe
In Geschichten und Bildern erzählt Pfarrer Roland Silzle vom Brot, vom Brotbacken, von Hungersnöten im Hohenlohischen, vom gemeinsamen Backen im Backhäusle, von Gebildbroten im Jahreslauf, von Horaff und Brezel. Wir erfahren etwas über die Geschichte des Brotes: Weißbrot war bis zur Französischen Revolution ein Privileg für die Reichen und Adligen und Brotsuppe gab es auf den meisten Hohenloher Bauernhöfen zum Frühstück.
Neben den amüsanten und informativen Geschichten finden sich viele Brotrezepte im Buch: nicht nur das Rezept vom kleinsten Brot der Hohenloher oder des Schrozberger Rahmblooz’, sondern Sie können auch ein ‚Anna-Brot’ backen, nach einem Rezept, dass Soldaten der amerikanischen Streikräfte mitgebracht haben.
Wenn Sie jetzt Appetit bekommen haben, dann ist noch Zeit  für ‚Lussekatter’ oder ‚Neujahrsringle’ nach Pfarrer Roland Silzle.
Heinrich Maurer:
Milchsuppe und Malzkaffee
Ulmer Verlag 18,90 EUR Bis 2004 war Heinrich Maurer Chefredakteur des Württembergischen Wochenblatts. 2008 mit knapp 70 Jahren veröffentlichte er seinen ersten Roman 'Wer Korn klaut muss gehen'. In diesem Roman erzählt er die Lebensgeschichte des Bauern Michael Dachser und seiner Familie zwischen 1890 und 1950. Meine Freundin Gerda und ich waren bereits damals von dem Roman begeistert. Gerda, weil sie in dem Roman auch ihre eigene Familiengeschichte wiedererkannte. Ich, die in der Großstadt aufgewachsen ist, weil der Roman mir ein sehr lebendiges Bild über das Leben auf dem Lande in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts vermittelte. 'Milchsuppe und Malzkaffee' spielt in den 1950er bis 1970er Jahren. Leo, Sohn eines Schreiners und einer Bäuerin, wächst in einem Dorf im Unterland auf. Nach dem frühen Tod seiner Mutter und der Wiederverheiratung des Vaters zerbricht die Familie am strengen und harten Regiment der Stiefmutter. Karl, der älteste Sohn, geht in die Stadt, um eine Kaufmannsausbildung zu machen. Willi, der Zweitjüngste, verbringt die Tage in der Dorfkneipe und Leo kann durch Vermittlung des Dorflehrers aufs Aufbaugymnasium gehen. Aber auch dort findet Leo keine neue Heimat, als ärmlicher Dorfjunge bleibt er Außenseiter in der Stadt. Sehr eindrücklich beschreibt Maurer die Lebenssituation jener Jahre auf dem Dorf. Die Suche nach dem eigenen Lebensweg, die Sehnsucht nach Heimat und Liebe. Ein Buch für alle Generationen.
Frances Greenslade:
Der Duft des Regens
mare Verlag 19,90 EUR
Die kanadische Autorin Frances Greenslade entführt uns in das noch fast archaische Leben einer Familie in den Wäldern Kanadas der 60er und 70er Jahre. Maggie und Jenny Dillon leben mit ihren Eltern in einem einsamen Holzhaus in Duchess Creek. Elektrizität gibt es erst 1967, als die Mädchen sieben und acht Jahre alt sind. Doch die Mutter kocht weiterhin lieber auf dem Holzherd. Als der Vater beim Holzschlagen im Wald tödlich verletzt wird, ändert sich das Leben der Familie dramatisch. Maggie, die "Sorgenmacherin" wusste bereits vorher, dass dies nicht das einzige Unglück in der Familie bleiben würde. Und sie fühlt sich bestätigt, als die Mutter die Mädchen bei entfernten Verwandten abgibt und verschwindet. Drei Briefe bekommen Maggie und Jenny noch, dann bricht der Kontakt zur Mutter ab. In eindringlichen und berührenden Bildern beschreibt Greenslade den Kampf der Mädchen nicht nur ums Überleben, sondern um ein eigenes glückliches Leben.
Sten Nadolny:
Weitlings Sommerfrische
Piper Verlag 16,99 EUR
Ein Buch, das man zweimal lesen kann "Die Entdeckung der Langsamkeit"von Sten Nadolny ist eines meiner Lieblingsbücher. In diesem Roman schafft es Nadolny nicht nur, einem zu erklären, warum man mit Achtsamkeit und Bedächtigkeit fast immer weiter kommt als mit Schnelligkeit und Raserei. Vielmehr erlebt und erspürt man dies auch beim Lesen. In seinem neuen Buch ‚"Weitlings Sommerfrische" entführt uns Nadolny wieder in eine Welt, die uns neue Sichten auf und Einsichten in das Leben vermitteln. Wilhelm Weitling, Berliner Richter a.D., verbringt den Sommer in seinem Elternhaus am Bodensee. Bevor seine Frau am nächsten Tag eintreffen wird, will Weitling noch einen Segelausflug unternehmen. Er gerät in einen Gewittersturm, das Boot kentert und Weitling findet sich als Geist an der Seite seines 50 Jahre jüngeren Ichs wieder. Irritiert, verwirrt, aber auch neugierig begleitet Weitling sein Alter Ego Wilhelm; er kommentiert, versucht zu beeinflussen, versucht Kontakt aufzunehmen, versucht in sein alters Leben zurückzukehren. Seine größte Angst: nie wieder mit seiner geliebten Frau Astrid zusammen zu sein. Ein berührendes Buch, das unerwartete Perspektiven bietet: Weitlings Großvater, der ihm vermittelt: Genieße die Sommerfrische! und Nike, seine Enkelin, die ihn aus der Zukunft besucht.
Alice Munro:
LiebesLeben
S. Fischer Verlag 21,99 EUR
Als im Oktober 2013 das Nobelpreiskommitee verkündete, dass Alice Munro den Nobelpreis für Literatur 2013 erhalten wird, habe ich mich außerordentlich gefreut. Breits ihre Erzählungen "Die Liebe einer Frau" und "Der Traum meiner Mutter" hatten mich begeistert. Eigentlich lese ich lieber dicke Romane als Erzählungen. Aber die Texte von Alice Munro sind so dicht, so elegant und sie sagt oft mit einem Satz mehr, als andere Autoren auf drei Seiten. Jede ihre Erzählungen ist in sich abgeschlossen. Und doch beziehen sie sich alle aufeinander. In "Wozu wollen Sie das wissen?" beschreibt Munro in ihren Erzählungen die Geschichte ihrer Familie, von der Auswanderung aus Schottland im 19. Jh. bis in die heutige Zeit in Kanada. Ein guter Einstieg in ihr Werk. Auch der neue Erzählband "Liebes Leben" beeindruckt durch die Intensität der Geschichten verknüpft mit der Genauigkeit der Sprache. Z.B. in der Erzählung "Amundsen" beschreibt die Ich-Erzählerin, wie sie an einem kalten Wintertag ihren neuen Arbeitsplatz als Lehrerin in einer Kinderklinik erreicht, Wochen später von ihrem Vorgesetzten zum Essen eingeladen wird, mit ihm im Bett landet, um dann wenige Minuten vor der Heirat von ihm zu erfahren, dass die Ehe an sich ein Irrtum sei. Lakonischer kann man eine gescheiterte Beziehung nicht beschreiben.
Eva Menasse:
Quasikristalle
Kiepenheuer & Witsch Verlag 19,99 EUR "Man kann nicht leben mit einer Erfahrung, die ohne Geschichte bleibt" Mit ihrem Roman "Vienna" wurde die 1970 in Wien geborene Autorin bei uns bekannt. Die Protagonistin ihres neuen Romans, Xane Molin, ist ebenfalls in Wien geboren. In dreizehn Kapiteln lernen wir diese Frau kennen: als vierzehnjährige Schülerin, die sich gegen Schule und Elternhaus auflehnt, als erfolgreiche Medienunternehmerin, als glückliche Ehefrau, sehnsuchtsvolle Mutter und heimliche Geliebte. In jedem Kapitel erleben wir Xane aus einer anderen Perspektive. Es gibt einzelne Kapitel, in denen sie nur am Rande eine Rolle spielt, z.B. im Kapitel 2, das mit einem Zitat Max Frischs beginnt: „Man kann nicht leben mit einer Erfahrung, die ohne Geschichte bleibt, scheint es, und manchmal stellte ich mir vor, ein andrer habe genau die Geschichte meiner Erfahrung...“. Dieses Kapitel nimmt uns mit zu einer Besichtigung des Konzentrationslagers Ausschwitz. Eine sehr eindrückliche Erfahrung. Eva Menasses Roman „Quasikristalle“ ist für mich eines der wichtigsten Bücher des Jahres 2012.
Jean-Luc Bannalec:
Bretonische Verhältnisse
Kiepenheuer & Witsch Verlag 14,99 EUR Ein stimmiger, dichter Krimi für alle, die es nicht so blutrünstig mögen Kurz vor Beginn der Sommersaison wird im berühmten, bretonischen Seebad Pont-Aven der 91-jährige Besitzer des ersten Hotels am Platz brutal erstochen aufgefunden. Kommissar Dupin, strafversetzt aus Paris muss den Fall übernehmen. Wer kann Interesse daran haben einen alten Mann umzubringen und ist das kleine Bild in der Ecke des Speisesaals womöglich ein echter Gaugin? Dupins individuelle Ermittlungsmethoden sorgen nicht nur bei seinen Mitarbeitern für Kopfschütteln. Ein sehr stimmiger, dichter Krimi, für alle, für die es nicht so blutrünstig sein sollte und die sich auch für Kunst interessieren. Ich freue mich darauf, im nächsten Sommer auf den Spuren von Kommissar Dupin durch Pont-Aven und Concarneau zu streifen. Inzwischen sind drei weitere Bände erschienen. Als Hörbuch im Audio-Verlag 19,99 EUR
Oliver Bottini:
Der kalte Traum
DuMont Verlag 18,99 EUR Zerrissen zwischen zwei Kulturen Rottweil 2011: Sasa Jordan, kroatischer Geheimdienstler, ist auf der Suche nach Thomas Cavar. Um an Informationen zu kommen, schreckt er auch vor einem Mord nicht zurück. Richard Ehringer, Ex-Außenstaatssekretär, interessiert sich ebenfalls dafür, ob Cavar noch lebt und bittet seinen Neffen, Kommissar bei der Berliner Polizei um diskrete Ermittlungen. Wer ist T. Cavar, der vor 15 Jahren in Rottweil Abitur machte und sich dann der kroatischen Befreiungsarmee anschloss? "Der kalte Traum" ist mehr als nur ein spannender Krimi. Er beschreibt einen wichtigen Abschnitt deutschkroatischer Geschichte und erklärt die Zerrissenheit von Menschen, die in zwei Kulturen leben.
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