Johann Leonhard Bauer

"Arabisch sprach er so perfekt wie seinen Hohenloher Dialekt". Mit diesem Ausspruch überreichte Prof.Dr. Römer, der damalige Botschafter im Libanon das Bundesverdienstkreuz 1962 an Johann Leonhard Bauer aus Niederstetten an seinem Alterswohnsitz in Shamlan/Libanon.

Johann Leonhard BauerIm Vorbachtal am 9. Mai 1865 geboren und gegenüber der Frickenmühle ausgewachsen, besucht er die Lateinschule, geht ins Seminar nach Künzelsau und wird Lehrer. 1890 kommt er als Lehrer  an die Schule des  Syrischen Waisenhaus in Jerusalem. Diese Schulen, heute weiterhin im Libanon und in Jordanien bestehend,  sind  als die "Schneller-Schulen" mit Schülern aus muslimischen und christlichen Familien bekannt.

Auch heute noch werden diese Schulen von der Landeskirche und von vielen Gemeindegliedern unterstützt. 50Jahre wirkte Bauer dort segensreich in einer äußerst bewegten Zeit: noch im Osmanischen Reich bis zur Ausrufung des Staates Israel 1948. Er erlebte die Entstehung des neuen Staates Israel hautnah mit. 1948 musste er emigrieren und ging in den Libanon. Seine große Leidenschaft galt der arabischen Sprache.