08. Nov. 2013

Besuch des Regierungspräsidenten Schmalzl u. des Regierungsvizepräsidenten Schneider

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Besuch von Regierungspräsident Schmalzl Besuch von Regierungspräsident Schmalzl

Pressemitteilung über den Besuch des Regierungspräsidenten Johannes Schmalzl und des Regierungsvizepräsidenten Dr. Christian Schneider in Niederstetten am 30.10.2013

Am vergangenen Mittwoch besuchte Regierungspräsident Johannes Schmalzl in Begleitung des Regierungsvizepräsidenten Dr. Christian Schneider die Stadt Niederstetten mit ihrem Bundeswehrstandort der Heeresflieger. Eingangs ging Regimentskommandeur Oberst Andreas Henne in einem kurzen Impulsreferat auf die Struktur und Historie des Bundeswehrstandortes ein und machte insbesondere deutlich, dass Niederstetten neben der Radarstation in Lauda-Königshofen der letzte verbliebene Standort der Bundeswehr im Main-Tauber-Kreis nach den beiden Bundeswehrstrukturreformen ist.

 

Das Aufgabengebiet und der Betreuungsbereich über den gesamten Main-Tauber-Kreis hinweg stellt eine große Aufgabe für den hiesigen Standort dar. Insbesondere ist auch das Regiment für die Nachwuchsgewinnung im Main-Tauber-Kreis verantwortlich und aufgrund der Abschaffung der Wehrpflicht hier auch entsprechend stark gefordert.

In seinen Grußworten an die Bundeswehr brachte Regierungspräsident Johannes Schmalzl zum Ausdruck, dass nach den Strukturreformen der Bundeswehr im Regierungspräsidium Stuttgart letztlich nur noch die Standorte in Ellwangen und in Niederstetten verbleiben, was auch aus seiner Sicht sehr bedauerlich ist. Erfreut zeigte er sich besonders über die umfangreichen Investitionen am Standort Niederstetten, die der Bund zur Standortsicherung beiträgt und einem Investitionsstau entgegenwirkt. So wurden in den vergangenen Jahren neben dem Neubau des Radar- und Wasserturms auch vier alte Wartungs- und Fahrzeughallen durch entsprechende Neubauten ersetzt und das IT-Leitungsnetz saniert.

Abschließend besichtigten Regierungspräsident Schmalzl und Vizepräsident Dr. Schneider die Instandsetzungs- und Wartungshallen für die Hubschrauber Bell UH-1D des Heeresfliegerregiments und warfen einen kurzen Blick aus dem Tower auf das Flugplatzgelände und die militärischen Anlagen.

Nach dem Besuch in der Kaserne nutzte Bürgermeister Rüdiger Zibold die Gelegenheit, dem Regierungspräsidenten und seinem Stellvertreter das gelungene Sanierungsprojekt der Familie Weibert/Klenk in Wildentierbach vorzustellen.

Das Paar hat im Jahr 2012 ein leerstehendes und vom Verfall bedrohtes Anwesen mit Nebengebäuden in Wildentierbach aufgekauft und unter Einsatz von immensen Eigenleistungen eine zeitgemäße Wohnung im ehemaligen Stallgebäude zur Eigennutzung eingerichtet, da das Wohnhaus der Hofstelle aufgrund schlechter Bausubstanz nicht mehr zu sanieren war. Regierungspräsident Schmalzl zeigte sich begeistert über die sinnvolle Umnutzung des Stallgebäudes und die ansprechende offene Architektur und Innenausstattung des Projekts, welches durch das Regierungspräsidium Stuttgart mit Mitteln aus dem Entwicklungsprogramm für den Ländlichen Raum (ELR) gefördert wurde. Es bräuchte genau solche Projekte und mutige Bürgerinnen und Bürger um die Abwanderung auf dem Land zu verhindern und den Ortskern in kleinen Ortschaften neu zu beleben, so Schmalzl.

Zum Abschluss des Besuchs in Niederstetten konnten die beiden Herren aus Stuttgart noch vor der Einweihung einen kurzen Blick in das neue „Haus des Sports" neben der Sporthalle in Niederstetten werfen. Erfreut zeigte sich Schmalzl über die Fortführung der Architektur der Sporthalle im Haus des Sports sowie die erheblichen Eigenleistungen, die insbesondere die Fußballabteilung des TV Niederstetten in zahlreichen Arbeitsstunden erbracht hat.

Der Vorsitzende des TV Niederstetten Rolf Schülke bedankte sich für die Förderung des Vorhabens durch den Ausgleichstock und die Sportstättenmittel und betonte, dass der Bau des Hauses des Sports ein wichtiger Baustein für die Vereinsarbeit und insbesondere die Jugendarbeit ist.

Im Keller des neuen Sportheims konnten sich der Regierungspräsident und der Vizepräsident noch über die neue Holzhackschnitzelzentralheizung ein Bild machen, die nunmehr neben dem Bildungszentrum, dem KULT und der Sporthalle auch das Haus des Sports mit Wärme versorgt. Die Heizkosten für diese Gebäude haben sich durch die Inbetriebnahme der Anlage im Jahr 2012 um mehr als 50 % im Vergleich zum Vorjahr reduziert und die Wärme wird zudem ausschließlich durch die Verbrennung erneuerbarer Energien gewonnen.

 

Abschließend bedankte sich Johannes Schmalzl bei Bürgermeister Rüdiger Zibold für das abwechslungsreiche Programm seines Kurzbesuchs in Niederstetten und sagte zu, in den nächsten Jahren einmal den Niederstettener Weihnachtsmarkt besuchen zu wollen, der wohl über die Kreisgrenzen hinaus auch in Stuttgart bekannt geworden ist.

Gelesen 3001 mal Letzte Änderung am 12. Apr. 2016