03. Jun. 2014

Projekt "Kelly" jetzt auch in Niederstetten

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„Ich helfe dir“ - das ist das Motto der „Kelly-Inseln“. 

"Kelly-Inseln" sind sichere Anlaufstellen für in Not geratene Kinder in einer Stadt oder Gemeinde. Das Logo in den Geschäften, Praxen, kirchlichen und öffentlichen Einrichtungen signalisiert Kindern, dass sie hier Hilfe bei großen oder kleinen Problemen bekommen können.

In vielen Städten und Gemeinden gibt es bereits „Kelly-Inseln“, Niederstetten hat nun als siebte Stadt / Gemeinde im Landkreis das Präventionsprojekt "Kelly-Inseln" ebenfalls offiziell eingeführt.

Die Polizeikelle im Logo der „Kelly-Insel“ - daher kommt der Name - symbolisiert den Gedanken der Rettungsinsel.

Ziel dieses Präventionsprojektes ist es, ein Netz von Anlaufstellen aufzubauen und zu festigen, in denen Kinder, die zum Beispiel auf dem Weg zur Schule oder auf dem Weg zu Freunden in eine Notsituation geraten, Hilfe und Unterstützung finden.

Mit dem sichtbaren Aushang des Logos „Kelly-Insel“ erklären die beteiligten Einzelhändler, Gewerbebetriebe, Ärzte, öffentliche und kirchliche Einrichtungen und andere ihre Bereitschaft, allen Kindern als Ansprechpartner und Verbündete zur Seite zu stehen.

26 solche "Kelly-Partner" stehen in Niederstetten ab sofort zur Verfügung.

Das Projekt „Kelly-Insel“ verfolgt das Ziel, Kinder schon im Grundschulalter angstfrei und kindgerecht über Gefahren aufzuklären und Verhaltens- und Hilfsmöglichkeiten zu vermitteln.

Hierzu haben Polizeibeamte des Polizeipräsidiums Heilbronn, Referat Prävention, Außenstelle Tauberbischofsheim, nun auch bereits die Klassenstufen 3 und 4 des Bildungszentrums Niederstetten besucht, die Schüler informiert und so das Projekt "Kelly-Inseln" eingeführt.

Eltern und Lehrern der Grundschule werden umfangreiche Informationen zur Verfügung gestellt, um den Kindern wirksamen Schutz durch Erziehung und Lernen zu bieten.

Im Rahmen des Unterrichtsfaches "LeBe!" werden die Lehrer mit Hilfe eines Schülerarbeitsheftes an die Einführung anknüpfen und relevante Themen wie Abgrenzung, Gefühle und Geheimnisse bearbeiten und mit Übungen aus der Erlebnispädagogik und Selbstbehauptung vertiefen.

Bei der Bearbeitung des Schülerarbeitsheftes gibt es Eltern- / Kind-Hausaufgaben. Hierbei geht es darum, dass mit dem Kind klare Absprachen getroffen werden, wie es sich in bestimmten Situationen verhalten soll.

Eine Informationsveranstaltung für die Eltern der betreffenden Schüler fand bereits im vergangenen Herbst statt.

Mit der Einbindung der „Kelly-Inseln“ als Anlaufstellen für in Not geratene Kinder schließt sich der Kreis des gesamtgesellschaftlichen Ansatzes der Prävention. Neben Eltern, Schulen und Lehrern, der Polizei und der Kommune übernehmen dann auch noch andere Partner einen Teil der Verantwortung.

Wenn Sie als Inhaber eines Geschäftes, einer Institution oder Einrichtung innerhalb Niederstettens ebenfalls noch Interesse haben, künftig Anlaufstelle (Kelly-Insel) für in Not geratene Kinder (oftmals nur Kleinigkeiten) zu werden, so setzen Sie sich bitte mit der „Kelly“- Beauftragten der Stadt Niederstetten und Ansprechpartnerin im JugendNetz, Frau Diplom-Sozialpädagogin (FH) Melanie Luksch, Tel.: 07932/60669-20, Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! in Verbindung.

Von dort erhalten Sie ein Informationsschreiben des Polizeipräsidiums Heilbronn, Referat Prävention, Außenstelle Tauberbischofsheim, zu dem Projekt und weitere Informationen.

Gelesen 2511 mal Letzte Änderung am 05. Feb. 2015