20. Mai. 2016

Tag der Städtebauförderung am 21.05.2016

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Bei strahlendem Sonnenschein konnte Bürgermeister Rüdiger Zibold am vergangenen Samstag rund 50 interessierte Bürgerinnen und Bürger zum „Tag der Städtebauförderung“ begrüßen.

Dieser „Tag der Städtebauförderung“ fand zum zweiten Mal bundesweit in über 500 Städten und Gemeinden statt und auch die Stadtverwaltung Niederstetten hatte für diesen Tag ein kleines Programm vorbereitet.

Im Besonderen freute sich Bürgermeister Zibold über die Teilnahme von Dr. Martin Schelberg, Referent für Stadtsanierung und Tourismus im Regierungspräsidium Stuttgart.

Die Stadt Niederstetten war im Frühjahr 2015 erneut in das Landessanierungsprogramm mit einem Förderrahmen von rund 1,3 Millionen Euro aufgenommen worden. Der Anteil des Landes Baden-Württemberg beträgt dabei 800.000 Euro.

Mit einer umfangreichen Fragebogenaktion wurden hunderte Grundstückseigentümer im Sanierungsgebiet an der vorbereitenden Untersuchung beteiligt. Eine hervorragende Rücklaufquote von über 65 % macht deutlich, dass im Stadtkern Niederstetten trotz jahrzehntelanger Stadtsanierung dennoch ein gewisser Erneuerungsbedarf besteht.

Umso größer ist die Freude über den Bewilligungsbescheid aus Stuttgart, welcher für die nächsten acht Jahre Fördermittel für die Modernisierung des Stadtkerns zur Verfügung stellt.

Dr. Martin Schelberg vom Regierungspräsidium Stuttgart, welches für die Überwachung und Abrechnung der Sanierungsvorhaben zuständig ist, überbrachte die Grüße von Regierungspräsident Johannes Schmalzl. Er freute sich, dass durch das Land Baden-Württemberg seit 1986 in Niederstetten bereits über 11,5 Millionen Euro Finanzhilfen für sechs Sanierungsgebiete bewilligt werden konnten. Die Stadt Niederstetten ist damit für das Regierungspräsidium seit Jahrzehnten ein verlässlicher Partner in der städtebaulichen Erneuerung. Wenn man betrachtet, dass ein Euro Sanierungszuschuss bis zu acht Euro private Folgeinvestitionen auslöst, dann ist der volkswirtschaftliche Mehrwert überaus beachtlich bei rund 7 Milliarden Euro für die Städtebauförderung in Baden-Württemberg seit 1971.

Als Vertreter der Landsiedlung Baden-Württemberg GmbH, die von der Stadt Niederstetten mit der Durchführung des Sanierungsgebietes beauftragt ist, erläuterte Manfred Hörz im Folgenden die Voraussetzungen für eine Förderung privater Modernisierungsmaßnahmen. So wurden im April über 30 Eigentümergespräche geführt, um die Sanierungsmaßnahmen zu konkretisieren und die Zusammenarbeit zwischen Gebäudeeigentümer und Stadtverwaltung zu koordinieren. Er forderte die anwesenden Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich rege am Sanierungsverfahren zu beteiligen und bei anstehenden Maßnahmen sich rechtzeitig bei der Stadtverwaltung oder der Landsiedlung zu melden.

Bürgermeister Zibold und Dr. Schelberg enthüllten sodann eine Informationstafel am Stadteingang entlang der Landesstraße L 1020 in der Nähe zum Frickentalplatz, die über das neue Sanierungsgebiet und dessen Abgrenzung Auskunft gibt.

Bei einem kurzen Stadtspaziergang konnten sich die Teilnehmer über den anstehenden Sanierungsbedarf in der Kernstadt vergewissern. Ziel des Rundgangs war schließlich die ehemalige Adler-Apotheke in der Hauptstraße. Das Objekt wurde als erste Maßnahme im neuen Sanierungsgebiet gefördert und steht kurz vor der Fertigstellung. Die Bauherrenfamilie Dod und deren Architekt Rafael Grups führten die zahlreichen Besucher durch das Sanierungsobjekt. Der ehemalige Verkaufsraum der Apotheke im Erdgeschoss wurde zum Wohnraum umgebaut, ebenso wie die Räumlichkeiten in den oberen Stockwerken neu zugeschnitten wurden. Schlussendlich sind dort fünf Wohneinheiten entstanden. Architekt Grups berichtete über die sehr kooperativen Verhandlungen mit dem Landesdenkmalamt, um den historischen und ortsbildprägenden Charakter des denkmalgeschützten Gebäudes im Herzen des Stadtkerns zu erhalten. Es ist damit in hervorragender Weise gelungen, einen Leerstand wieder zu aktivieren und einer neuen Nutzung zuzuführen. Besonders erfreulich dabei ist, dass noch vor der Fertigstellung bereits für alle fünf Wohnungen Mietanfragen vorliegen. Dadurch wird deutlich, dass es insbesondere auch über die Städtebauförderung gelingt, neues Leben in alte Gemäuer zu bringen.

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Gelesen 1094 mal Letzte Änderung am 24. Mai. 2016