Rinderfeld

Ortsteil Rinderfeld Ortsteil Rinderfeld


Auf einer Hochebene nordöstlich der Stadt Niederstetten liegt der 1972 eingemeindete Ortsteil Rinderfeld, der die beiden Weiler Dunzendorf und Streichental mit einschließt. 1343 erstmalig als "Ryndervelt" urkundlich erwähnt, blickt der Ortsteil auf eine lange Geschichte zurück.

Das einst hohenlohische Rinderfeld erlebte in 666 Jahren wechselnde Besitzverhältnisse und gehört seit 1810 zum Oberamt Mergentheim.
Anno 1360 wurde in diesem Ortsteil der Stadt Niederstetten die Pfarrei gegründet, die ihre seit 1528 evangelische Gemeinde prägt. Die sehenswerte romanische Chorturmkirche befindet sich in zentraler Lage innerhalb des auf einer Anhöhe gelegenen Friedhofes. Von der im Jahr 1607 erfolgten gotischen Umgestaltung des Gotteshauses zeugt noch dessen Kirchenschiff.
Gleich nebenan steht das Rathaus, das mit einem Natursteinsockel und historischem Fachwerk punktet. Dieses Gebäude diente bis 1898 als Schulhaus, anschließend bis 1962 als Landjägerhaus und Polizeiposten in Rinderfeld. Im Jahr 1898 entstand hinter dem Friedhof das neue Schulhaus. Der zweistöckige Backsteinbau wurde inzwischen zum Dorfgemeinschaftshaus umgebaut und heißt heute "Alte Schule". Markante architektonische Besonderheiten sind sein Mittelrisalit und das historisierend gestaltete Portal.
Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten im Ortsteil Rinderfeld zählen die erhaltene Dorfschmiede von 1840 sowie der Streichentaler Hochzeitswald. Hier dürfen nur Brautleute aus Streichental bei ihrer Vermählung eine Eiche pflanzen. Vor ca. 20 Jahren wurde als Regenrückhaltebecken der Rinderfelder See angelegt. Er ist ein beliebter Anziehungspunkt für Einheimische und Touristen und wird wegen seiner idyllischen Lage und seiner ausgezeichneten Wasserqualität gern als Badesee genutzt.

Weitere Informationen

  • Ortschaftsräte: Weber, Eckhard; Balbach, Kurt; Gehringer, Irene; Guttroff, Gerd; Humbert, Thomas; Kellermann, Timo; Rahn,
  • Zusatzbild: Zusatzbild
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